Aus Kroatien: Skizzen und Erzählungen by Arthur Achleitner

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Achleitner, Arthur, 1858-1927 Achleitner, Arthur, 1858-1927
German
Ever feel like you're walking in someone else's footsteps? That's the strange sensation I got reading 'Aus Kroatien.' This isn't your typical travelogue. It's a collection of sketches and stories from Croatia in the late 1800s, but it feels like a ghost story about a place that's both there and not there. Arthur Achleitner wanders through landscapes that are beautiful, ancient, and caught between worlds. The real mystery isn't in any single plot—it's in the quiet tension of a whole region standing at a crossroads. You can almost hear the echo of old empires and the whispers of what's coming next. It's a book that makes you wonder how much of a place lives in its stories, and how much gets lost when the story changes.
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beim Anblick meines Namens auf Büchern sofort an die — Alpen zu denken. Freundschaftliche Beziehungen führten dann über die Grenzen des bisherigen Arbeitsgebietes der deutschen Berge; es kam zum Studium von Land und Volk der interessanten Bergslovenen in der südlichen Steiermark; eine Studienreise durch Dalmatien usw. erweckte den Wunsch, den Südosten kennen zu lernen. Sehnsucht und noch viel mehr: Trotz, weil man mich schon in jungen Jahren vor — _Kroatien_ und Slavonien „gewarnt,“ diese Länder höhnisch als — „Halbasien“ bezeichnet hatte. Der Gewissenhaftigkeit wegen war für die Studienreise durch Dalmatien und Montenegro usw. die kroatische Sprache erlernt worden. Mit der zur Verständigungsmöglichkeit ausreichenden Kenntnis dieses auf heimatlichem Boden verspotteten, aber gar nicht übel klingenden Idioms ausgerüstet, kam es zunächst zu einer Automobilreise durch Kroatien bis zum südlichsten Zipfel dieses in manchen Bezirken märchenschönen Landes, der Küste entlang wieder herauf nach Fiume, worauf der Entschluß zu einem längeren Aufenthalt auf kroatischem Boden gefaßt wurde. Gütige Einladungen seitens des gastfreundlichen Adels führten von Schloß zu Schloß; es begann ein Wandern von einer curia nobilis zur andern, von Dorf zu Dorf mit geschultem Blick für landschaftliche Schönheit und Wildbestand, mit rasch erweiterten Kenntnissen in der Geschichte des Landes, mit der sozusagen Spürnase für echtes Volksleben. Der beste Begleiter war jedoch das — Fundglück. Die südslavische Gastfreundschaft mutet märchenhaft an; das Schönste an ihr ist für den Forscher und Schriftsteller, daß sie willig gibt, was sie hat: die Chronik des Hauses. Wo das Geschriebene nicht hinreichte, half liebenswürdige Aussprache, das Erzählen alter Familienglieder in Schlössern, Edelsitzen, Dörfern. Monatelang ein Schöpfen, ein Sammeln fesselnder „Stoffe“ mit verjüngender Schaffensfreude. Als mit der Ausarbeitung begonnen wurde, vernichtete der Krieg alles. Mittlerweile hat der Federfuchser die Grenze des Greisenalters überschritten. Und Kroatien gehört jetzt nicht mehr zu Ungarn, sondern zur Država S H S, d. h. zum Staate Srbska (serbisch) Hrvatska (kroatisch) Slovenska (slovenisch). Ob und wie lange die Verbindung dieser bedeutungsvollen drei Buchstaben währen wird, das zu untersuchen, ist nicht meine Aufgabe. „Zärtliche Liebe“ hat die drei — nicht vereinigt. Auch das gegenseitige Sprachverständnis ist nicht so innig, als man den Fernstehenden glauben machen will. Es hat das hintere S Mühe, sich mit dem vorderen S zu verständigen, weil der Dialekt ausschlaggebend und zu sehr abweichend ist; das H vergeht das vordere S gut, das hintere aber nur dann, wenn der Slovene nach der Schrift sehr rein spricht. Wobei politisch dem H nicht das vordere, sondern das hintere S sympathischer ist aus Gründen, die in der Vergangenheit wurzeln. Aus Kroatien haben Briefe den Weg in meine Arbeitsstube gefunden, allen Hindernden zum Trotz. Den Bitten lieber Freunde, wenigstens einen Teil des gesammelten „Stoffes“ aus dem Kroatenlande verarbeitet der deutschen Leserwelt zu unterbreiten, komme ich umso lieber nach, als das treue Gedenken Freude bereitete, der Wunsch auf kroatischer Seite, dem Deutschen einen Blick in die alten und neuen Verhältnisse Kroatiens zu gewähren, Beachtung verdient. Die „Stoffe“ sind zu Skizzen und Erzählungen verarbeitet; ehrlich, gewissenhaft, ohne jede „Schönfärberei“. München, im März 1920. Arthur Achleitner. Drei Regimentsbefehle. Im Süden Kroatiens, Lika (d. h. Abgrenzung, Grenzland), herrscht die Melancholie des Karstes. Das Gebiet ist zwar noch begrünt, doch die wenigen schmalen Flußtäler mit Wasserläufen, die plötzlich im Boden verschwinden, unterirdisch weiterlaufen und unvermittelt wieder zutage treten, sind tief eingerissen. Düster und völlig kahl ragen aus diesem Karstlande Felsberge auf, die den Eindruck der Traurigkeit noch steigern. Nur wenige Täler und Mulden, Dolinen genannt, erweisen sich in der Lika als fruchtbringendes Ackerland. Um die Zeit zu Ende der dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts mußten die Bauern als Soldaten der Likaner Militärgrenze von den Offizieren geradezu gezwungen werden, den Boden zu bearbeiten, wobei Ackergeräte...

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Arthur Achleitner's Aus Kroatien: Skizzen und Erzählungen is a fascinating snapshot. It's a mix of travel writing and local tales from Croatia in the late 19th century. There's no single, driving plot. Instead, Achleitner acts as your guide, taking you from coastal towns to inland villages. He describes the stunning scenery of the Adriatic, the daily life in market squares, and the quiet dignity of rural traditions. Woven into these observations are short stories and anecdotes he collected, giving you a feel for the local character and folklore. The book captures a specific moment, right before the 20th century would bring immense change to the region.

Why You Should Read It

This book surprised me. I picked it up expecting dry history, but it's alive with personality. Achleitner has a sharp eye for the little details that make a place real—the way light hits a stone wall, the sound of a specific dialect, the weight of history in a quiet field. You get a strong sense of a culture that's deeply rooted, yet part of a larger, shifting empire. Reading it feels like looking at a beautifully preserved photograph. You see a world that's complete in itself, but you can't help knowing what comes after the picture was taken. That knowledge gives everything a quiet, poignant energy.

Final Verdict

This is a perfect read for anyone who loves armchair travel or has a soft spot for Central European history. If you're planning a trip to Croatia and want to understand the layers beneath the modern tourist experience, this provides incredible context. It's also great for readers who enjoy atmospheric, character-driven writing over fast-paced action. Just be ready for a slower, more reflective journey. Achleitner invites you to sit, observe, and listen to the stories a land has to tell.



🔓 Free to Use

There are no legal restrictions on this material. It serves as a testament to our shared literary heritage.

Michelle Flores
1 year ago

This is one of those stories where the clarity of the writing makes this accessible. Worth every second.

Emma King
6 months ago

After hearing about this author multiple times, it creates a vivid world that you simply do not want to leave. Exactly what I needed.

Liam Anderson
1 year ago

Honestly, the arguments are well-supported by credible references. Highly recommended.

Patricia Taylor
1 year ago

Honestly, it challenges the reader's perspective in an intellectual way. I would gladly recommend this title.

5
5 out of 5 (14 User reviews )

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