Hinzelmeier: eine nachdenkliche Geschichte by Theodor Storm

(15 User reviews)   5708
Storm, Theodor, 1817-1888 Storm, Theodor, 1817-1888
German
Ever wonder what happens when a kid tries to grow up too fast? Theodor Storm's 'Hinzelmeier' is this strange, beautiful little story about a boy born with a secret mission. He's supposed to find a 'rosy maiden' to unlock his full potential, but he gets distracted by, well, being a regular person. It's like a fairy tale that decided to ask some really hard questions about life. The writing is gorgeous, but it's the quiet ache of the story—this feeling of a destiny missed while living a normal life—that sticks with you. If you like stories that are short but leave you thinking for days, this one's for you.
Share

Read "Hinzelmeier: eine nachdenkliche Geschichte by Theodor Storm" Online

This book is available in the public domain. Start reading the digital edition below.

START READING FULL BOOK
Instant Access    Mobile Friendly

Book Preview

A short preview of the book’s content is shown below to give you an idea of its style and themes.

beim Anblick meines Namens auf Büchern sofort an die — Alpen zu denken. Freundschaftliche Beziehungen führten dann über die Grenzen des bisherigen Arbeitsgebietes der deutschen Berge; es kam zum Studium von Land und Volk der interessanten Bergslovenen in der südlichen Steiermark; eine Studienreise durch Dalmatien usw. erweckte den Wunsch, den Südosten kennen zu lernen. Sehnsucht und noch viel mehr: Trotz, weil man mich schon in jungen Jahren vor — _Kroatien_ und Slavonien „gewarnt,“ diese Länder höhnisch als — „Halbasien“ bezeichnet hatte. Der Gewissenhaftigkeit wegen war für die Studienreise durch Dalmatien und Montenegro usw. die kroatische Sprache erlernt worden. Mit der zur Verständigungsmöglichkeit ausreichenden Kenntnis dieses auf heimatlichem Boden verspotteten, aber gar nicht übel klingenden Idioms ausgerüstet, kam es zunächst zu einer Automobilreise durch Kroatien bis zum südlichsten Zipfel dieses in manchen Bezirken märchenschönen Landes, der Küste entlang wieder herauf nach Fiume, worauf der Entschluß zu einem längeren Aufenthalt auf kroatischem Boden gefaßt wurde. Gütige Einladungen seitens des gastfreundlichen Adels führten von Schloß zu Schloß; es begann ein Wandern von einer curia nobilis zur andern, von Dorf zu Dorf mit geschultem Blick für landschaftliche Schönheit und Wildbestand, mit rasch erweiterten Kenntnissen in der Geschichte des Landes, mit der sozusagen Spürnase für echtes Volksleben. Der beste Begleiter war jedoch das — Fundglück. Die südslavische Gastfreundschaft mutet märchenhaft an; das Schönste an ihr ist für den Forscher und Schriftsteller, daß sie willig gibt, was sie hat: die Chronik des Hauses. Wo das Geschriebene nicht hinreichte, half liebenswürdige Aussprache, das Erzählen alter Familienglieder in Schlössern, Edelsitzen, Dörfern. Monatelang ein Schöpfen, ein Sammeln fesselnder „Stoffe“ mit verjüngender Schaffensfreude. Als mit der Ausarbeitung begonnen wurde, vernichtete der Krieg alles. Mittlerweile hat der Federfuchser die Grenze des Greisenalters überschritten. Und Kroatien gehört jetzt nicht mehr zu Ungarn, sondern zur Država S H S, d. h. zum Staate Srbska (serbisch) Hrvatska (kroatisch) Slovenska (slovenisch). Ob und wie lange die Verbindung dieser bedeutungsvollen drei Buchstaben währen wird, das zu untersuchen, ist nicht meine Aufgabe. „Zärtliche Liebe“ hat die drei — nicht vereinigt. Auch das gegenseitige Sprachverständnis ist nicht so innig, als man den Fernstehenden glauben machen will. Es hat das hintere S Mühe, sich mit dem vorderen S zu verständigen, weil der Dialekt ausschlaggebend und zu sehr abweichend ist; das H vergeht das vordere S gut, das hintere aber nur dann, wenn der Slovene nach der Schrift sehr rein spricht. Wobei politisch dem H nicht das vordere, sondern das hintere S sympathischer ist aus Gründen, die in der Vergangenheit wurzeln. Aus Kroatien haben Briefe den Weg in meine Arbeitsstube gefunden, allen Hindernden zum Trotz. Den Bitten lieber Freunde, wenigstens einen Teil des gesammelten „Stoffes“ aus dem Kroatenlande verarbeitet der deutschen Leserwelt zu unterbreiten, komme ich umso lieber nach, als das treue Gedenken Freude bereitete, der Wunsch auf kroatischer Seite, dem Deutschen einen Blick in die alten und neuen Verhältnisse Kroatiens zu gewähren, Beachtung verdient. Die „Stoffe“ sind zu Skizzen und Erzählungen verarbeitet; ehrlich, gewissenhaft, ohne jede „Schönfärberei“. München, im März 1920. Arthur Achleitner. Drei Regimentsbefehle. Im Süden Kroatiens, Lika (d. h. Abgrenzung, Grenzland), herrscht die Melancholie des Karstes. Das Gebiet ist zwar noch begrünt, doch die wenigen schmalen Flußtäler mit Wasserläufen, die plötzlich im Boden verschwinden, unterirdisch weiterlaufen und unvermittelt wieder zutage treten, sind tief eingerissen. Düster und völlig kahl ragen aus diesem Karstlande Felsberge auf, die den Eindruck der Traurigkeit noch steigern. Nur wenige Täler und Mulden, Dolinen genannt, erweisen sich in der Lika als fruchtbringendes Ackerland. Um die Zeit zu Ende der dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts mußten die Bauern als Soldaten der Likaner Militärgrenze von den Offizieren geradezu gezwungen werden, den Boden zu bearbeiten, wobei Ackergeräte...

This is a limited preview. Download the book to read the full content.

Theodor Storm is best known for his novella 'The Rider on the White Horse,' but 'Hinzelmeier' is a hidden gem. It’s a poetic, almost mythical story that feels both ancient and deeply personal.

The Story

Hinzelmeier is born under a special sign, destined for a kind of artistic or spiritual greatness. An old family prophecy says he must find a mysterious 'rosy maiden' to fulfill this destiny. As a boy, he’s aware of this quest, but life gets in the way. He goes to school, makes friends, falls in love, and gets caught up in the everyday world. He even becomes a respected scholar. But that childhood mission to find the maiden and his true self is always there, like a quiet hum in the background of his life. The story follows him from childhood into adulthood, asking if he ever truly completes his quest or if he got lost in the process of living.

Why You Should Read It

This isn't a flashy adventure. It’s a quiet, thoughtful look at the gap between who we’re told we should be and who we actually become. Storm’s writing is incredibly vivid—you can almost smell the forests and feel the changing seasons. The real magic is how he makes you feel Hinzelmeier’s quiet longing. You root for him, you feel his small joys, and you share his subtle regret. It’s a story about potential, memory, and the paths we don’t take.

Final Verdict

Perfect for readers who love atmospheric German literature, thoughtful fairy tales for adults, or short stories that carry the weight of a novel. If you enjoy the mood of authors like Thomas Mann or the philosophical folk tales of the Brothers Grimm, you’ll find a friend in 'Hinzelmeier.' Just be ready for it to linger in your thoughts long after the last page.



🔖 Copyright Free

This digital edition is based on a public domain text. Distribute this work to help spread literacy.

Lucas King
2 years ago

Loved it.

Mason Miller
9 months ago

I have to admit, the character development leaves a lasting impact. A valuable addition to my collection.

Dorothy Wilson
1 year ago

I didn't expect much, but it manages to explain difficult concepts in plain English. Highly recommended.

Kimberly Thomas
2 months ago

Surprisingly enough, the arguments are well-supported by credible references. I couldn't put it down.

Lucas Garcia
1 year ago

Clear and concise.

4.5
4.5 out of 5 (15 User reviews )

Add a Review

Your Rating *
There are no comments for this eBook.
You must log in to post a comment.
Log in


Related eBooks