Venusmärchen: Geschichten aus einer andern Welt by Edna Fern

(15 User reviews)   4960
By Ashley Gutierrez Posted on Dec 11, 2025
In Category - Ecology
Fern, Edna, 1861-1941 Fern, Edna, 1861-1941
German
Okay, I need you to picture this: a book from 1906 that imagines a fully formed, advanced civilization on Venus. It's not just aliens—it's a whole society with its own rules, conflicts, and a human explorer caught right in the middle. The real question isn't 'what's out there,' but what happens when our human flaws—ambition, love, jealousy—get dropped into a world that's supposed to be perfect? It's a wild, forgotten slice of early sci-fi that feels strangely current. Think of it as a time capsule with a surprisingly sharp edge.
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glitzernd von Gold, und dreht und windet sich immer wieder heran. »Oder gar freisinnig?« klappert der Storch, spießt nach dem Eidechslein, kröpft sich und schlägt sehr stolz und freisinnig mit den Flügeln. Vater Glaube und Mutter Sehnsucht schütteln die schönen Häupter und blicken ratlos um sich -- doch sieh! Licht, Sonnenschein überall um sie her, flutet über Blumen und Vöglein und Tiere hin, und »Ich,« spricht der Sonnenstrahl, »will die Liebe taufen. Ich dringe ihr ins Herz hinein, ich wohne in ihren Augen. In jedem Lächeln ihres Mundes zittere Sonnenschein, in jeder Bewegung ihrer Glieder herrsche Anmut, Freude, Wärme.« Und »Wir,« klingen sanfte und wunderbar eindringliche Stimmen, »wir wollen Paten sein.« Zwei Frauengestalten neigen sich zu jeder Seite der Wiege, in der die Liebe schlummert, so schön, so überirdisch schön, daß Glaube und Sehnsucht demütig niederknieen. Die wissen nicht, ist es ein und dieselbe, die zwei Gestalten angenommen hat, oder sind es zwei hehre Frauen, die da niedergestiegen sind aus den Wolken, die Liebe zu segnen. Wunderbar ähnlich sind sich die Schwestern, nur trägt die eine langwallende Gewänder, und sie hält ein lieblich Kindlein fest an ihr Herz gedrückt, und mild und rein ist das Lächeln ihres Mundes. Unverhüllt glänzen der andern herrliche Glieder, süß berauschend wirkt ihre Nähe, und heiße Glut entströmt den Augen. Die beugt sich nieder zur Blätterwiege und küßt das schlummernd Kindlein auf die unschuldigen Lippen, und spricht: »Deinen Körper gib hin, o Liebe, und all deine Sinne und jede Fiber deines Herzens!« Da legt die Erste segnend die Hand auf des Kindes Haupt: »Deine Seele gib,« hauchte sie, »und Mutterliebe sei dein Glück!« -- Und siehe! Aus dem Kinde ist plötzlich ein Weib geworden, himmlisch schön, wie das Schwesterpaar -- es steht allein in all seiner Pracht auf der weiten, sonnigen Erde. So zieht die Liebe in die Welt hinaus, das Kind der Sehnsucht und des Glaubens, keusch wie Madonna, wonnig wie Venus -- und das Zwergengeschlecht wendet sich ab von ihr, denn es kennt sie nicht. -- Weiche Lüfte aber wehen und tragen das Elternpaar, das der Welt die Liebe geboren hat, hinan zum Himmel. Dort, zwischen den Sternen, wohnen nun wieder die Sehnsucht nach dem Glück und der Glaube an das Schöne. -- Der kleine Finger der Venus von Medici. Es war einmal ein Sonntagskind, das wanderte in der Welt umher und suchte -- es wußte selber nicht was. Aber es blieb nicht auf dem schönen, trockenen, breiten Wege, den schon so viele andere vor ihm gewandelt waren, sondern mit der, den Kindern eigenen Passion für das Unbequeme, lief es quer über die Straße, kletterte mühsam über einen großen Stein, tappste in eine Pfütze, wie es ja deren so viele in der Welt gibt, und als es erschrocken seine schönen, reinen Füßchen zurückzog, geriet es in den Straßenkot; da eilte es entsetzt weiter, stolperte auf der anderen Seite über einen noch größeren Stein und rannte mit dem Magen gegen eines der eisernen Gitter, die überall in der Welt herumstehen. Nun hatte vorläufig seine Reise ein Ende. Verdutzt sah es ein Weilchen das häßliche Gitter an, dann um sich und nun über sich, und es erblickte eine große, dunkle Wolke, die ballte sich zusammen aus all dem Dampf, der aus den Häusern, den Fabrikschornsteinen, den Lokomotiven aufstieg, und zog wie ein Heer Gespenster über den lieben Abendhimmel. Der schien seltsam bunt drunter hervor -- glührot und rosenfarben und lichtgrau und blau und zartes Grün -- wie als ob er dem schwarzen Gespensterheer mit seinen Lichtelfen Trotz zu bieten gedächte. Aber die finstere Riesenwolke ballt sich immer drohender und trotziger zusammen, und da wird es...

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I stumbled on this book almost by accident, and what a find it was. Published in 1906, Venusmärchen (or 'Venus Fairy Tales') is a collection of connected stories that paint a picture of Venus not as a hostile planet, but as a utopian world called 'Phantasia.' The society there is peaceful, advanced, and governed by reason. The plot kicks off when a human explorer from Earth, often a stand-in for our own restless spirit, arrives and disrupts this harmony. The stories follow how this outsider navigates Phantasia's wonders and strict social codes, often clashing with its inhabitants and stirring up trouble he never intended.

Why You Should Read It

Don't let the 'fairy tale' title fool you. What grabbed me was how Fern uses this fantastical setting to hold up a mirror to her own time—and ours. Through her Venusian society, she critiques things like rigid class structures, gender roles, and blind faith in progress. The characters, especially the Venusians, aren't just wise aliens; they have personalities, make mistakes, and feel the strain when their perfect world is challenged. It's a quiet, thoughtful rebellion packaged as a planetary adventure.

Final Verdict

This is a treasure for anyone who loves early science fiction or historical curiosities. It's perfect for readers who enjoy classic authors like H.G. Wells or Jules Verne but want to discover a voice that's been overlooked. If you like your sci-fi with more philosophy than lasers, and you're curious about what people over a century ago dreamed the future—or another world—could be, you'll find Venusmärchen absolutely fascinating. It's a quiet, clever book that deserves a new audience.



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Carol Flores
1 year ago

Fast paced, good book.

Amanda Gonzalez
1 year ago

Simply put, the author's voice is distinct and makes complex topics easy to digest. One of the best books I've read this year.

Michael Davis
1 year ago

Beautifully written.

Carol Perez
1 month ago

Solid story.

Mason Garcia
2 weeks ago

As someone who reads a lot, the clarity of the writing makes this accessible. Don't hesitate to start reading.

5
5 out of 5 (15 User reviews )

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