Der persische Orden und andere Grotesken by Anton Pavlovich Chekhov

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By Ashley Gutierrez Posted on Dec 11, 2025
In Category - Environment
Chekhov, Anton Pavlovich, 1860-1904 Chekhov, Anton Pavlovich, 1860-1904
German
Hey, have you read Chekhov's short stories? I just finished this collection called 'The Persian Order and Other Grotesques' and wow—it's not what I expected from the guy who wrote those serious plays. These are darkly funny, weird little tales about people getting tangled in absurd situations. Think about a man obsessed with a useless Persian medal, or a clerk who gets stuck in a never-ending line. It's all about the tiny madnesses of everyday life, told with this sharp, dry humor that makes you laugh and wince at the same time. If you like stories that are short, surprising, and incredibly human, you should definitely pick this up.
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bedarf. Nun schien es ihm, daß diese Gelegenheit eingetreten sei. Am anderen Tag, um die Mittagsstunde, legte er alle seine Ehrenzeichen und die Uhrkette an und begab sich ins Hotel »Japan«. Das Schicksal war ihm günstig. Als er das Zimmer des vornehmen Persers betrat, war jener allein und unbeschäftigt. Rachat-Chelam, ein riesengroßer Asiate mit einer langen Schnepfennase und hervorstehenden Glotzaugen, saß, einen Fez auf dem Kopfe, auf dem Fußboden und wühlte in seinem Koffer. »Entschuldigen Sie gütigst die Belästigung«, begann Kuzyn mit einem Lächeln. »Habe die Ehre, mich vorzustellen: erblicher Ehrenbürger und Ritter verschiedener Orden, Stepan Iwanowitsch Kuzyn, der Bürgermeister dieser Stadt. Ich halte es für meine Pflicht, in Ihrer Person den Vertreter einer uns sozusagen freundnachbarlichen Großmacht zu begrüßen.« Der Perser wandte sich um und murmelte etwas in einem sehr schlechten Französisch, das wie Klopfen von Holz gegen Holz klang. »Die Grenzen Persiens«, fuhr Kuzyn in seiner vorher zurechtgelegten Ansprache fort, »berühren eng die Grenzen unseres ausgedehnten Vaterlandes, und die gegenseitigen Sympathien bewegen mich daher, Ihnen unsere Solidarität auszusprechen.« Der vornehme Perser erhob sich und murmelte wieder etwas, in seiner hölzernen Sprache. Kuzyn, der keine fremden Sprachen beherrschte, schüttelte den Kopf, um ihm zu bedeuten, daß er nichts verstehe. -- Wie soll ich mit ihm reden? -- dachte er sich. -- Es wäre gut, einen Dolmetscher kommen zu lassen, aber es ist eine heikle Angelegenheit, und vor Zeugen kann ich darüber nicht gut sprechen. Der Dolmetscher wird es in der ganzen Stadt ausposaunen. -- Und Kuzyn fing an, alle Fremdworte zusammenzukramen, die er aus den Zeitungen wußte. »Ich bin Stadthaupt ...« stammelte er. »Das heißt, Lord-Maire ... Municipalé ... Wui? Komprené?« Er wollte durch Worte und Mienenspiel seine gesellschaftliche Stellung erklären und wußte nicht, wie es zu machen. Zur Hilfe kam ihm das Bild mit der Unterschrift »Stadt Venedig«, das an der Wand hing. Er zeigte mit dem Finger auf die Stadt und dann auf seinen Kopf und glaubte auf diese Weise den Satz »Ich bin das Stadthaupt« ausgedrückt zu haben. Der Perser verstand absolut nichts, lächelte aber und sagte: »Bon, monsieur ... bon ...« Eine halbe Stunde später klopfte das Stadthaupt den Perser bald aufs Knie, bald auf die Schulter und sprach: »Komprené? Wui? Als Lord-Maire und Municipalé ... schlage ich Ihnen vor, eine kleine Promenade zu machen ... Komprené? Promenade ...« Kuzyn wandte sich wieder der Ansicht Venedigs zu und stellte mittelst zweier Finger ein Paar schreitende Beine dar. Rachat-Chelam, der keinen Blick von seinen Medaillen wandte und offenbar ahnte, daß er die wichtigste Person der Stadt vor sich habe, begriff das Wort »Promenade« und grinste höflich. Dann zogen die beiden ihre Mäntel an und verließen das Zimmer. Unten vor der Tür zum Restaurant »Japan« sagte sich Kuzyn, daß es gar nicht schaden würde, den Perser zu bewirten. Er blieb stehen, zeigte auf die Tische und sagte: »Nach russischer Sitte, es wäre nicht schlecht ... Ich meine: Purée, entre-côte ... Champagne usw. ... Komprené?« Der vornehme Gast kapierte es, und eine Weile später saßen die beiden im besten Extrazimmer des Restaurants, tranken Sekt und aßen. »Wollen wir auf das Gedeihen Persiens trinken!« sagte Kuzyn. »Wir Russen lieben die Perser. Wir sind zwar verschiedenen Glaubens, aber die gemeinsamen Interessen, sozusagen die gegenseitigen Sympathien ... der Fortschritt ... die asiatischen Märkte ... sozusagen die friedlichen Eroberungen ...« Der vornehme Perser aß mit großem Appetit. Er bohrte seine Gabel in einen Störrücken, nickte mit dem Kopf und sagte: »Gut! Bien!« »Gefällt das Ihnen?« fragte das Stadthaupt erfreut. »Bien? Wunderschön!« Dann wandte er sich an den Kellner und sagte: »Luka, laß seiner Exzellenz zwei Störrücken aufs Zimmer bringen, von den besten!«...

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This collection brings together some of Chekhov's shorter, stranger works. They're snapshots of life in late 19th-century Russia, but the feelings are timeless.

The Story

There isn't one single plot. Instead, you get a series of quick, vivid scenes. A man becomes completely fixated on receiving a fancy-sounding Persian award that means nothing. A government clerk waits in an endless bureaucratic line that goes nowhere. A husband and wife have a screaming fight over... a dog. These aren't grand epics; they're moments where ordinary life twists into something ridiculous or quietly heartbreaking.

Why You Should Read It

Chekhov is a master observer. He doesn't judge his characters; he just shows them in all their flawed, funny glory. You recognize these people—the petty bureaucrat, the status-obsessed neighbor, the person stuck in a silly argument. The 'grotesque' part isn't about monsters; it's about how our own pride, jealousy, and boredom can turn us into the strangest versions of ourselves. It's surprisingly funny, but in a way that sticks with you.

Final Verdict

Perfect for anyone who thinks classic literature has to be heavy or difficult. This is Chekhov at his most accessible and entertaining. It's great for busy readers because you can enjoy a complete story in just a few minutes. If you enjoy dark comedy, sharp social observation, or just brilliantly crafted short stories, this collection is a real gem.



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Kevin Rodriguez
11 months ago

Good quality content.

Ethan Wright
2 months ago

Simply put, it challenges the reader's perspective in an intellectual way. Exceeded all my expectations.

Dorothy Rodriguez
1 year ago

Compatible with my e-reader, thanks.

William Martin
3 months ago

I was skeptical at first, but it challenges the reader's perspective in an intellectual way. Truly inspiring.

Christopher Wilson
1 year ago

Based on the summary, I decided to read it and the storytelling feels authentic and emotionally grounded. Exactly what I needed.

5
5 out of 5 (13 User reviews )

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