Fortunata y Jacinta: dos historias de casadas by Benito Pérez Galdós

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By Ashley Gutierrez Posted on Jan 2, 2026
In Category - Environment
Pérez Galdós, Benito, 1843-1920 Pérez Galdós, Benito, 1843-1920
Spanish
Ever wonder what happens when two women from completely different worlds share the same man? That's the explosive heart of 'Fortunata y Jacinta.' Forget a simple love triangle—this is a sprawling, messy, and utterly human portrait of 19th-century Madrid. You'll meet Jacinta, the respectable but unfulfilled wife, and Fortunata, the passionate woman from the streets. Their lives are tied together by the charming but weak Juanito. It’s a story about class, desire, and what society expects from women. More than a century old, it feels shockingly modern in its raw look at love and survival.
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bedarf. Nun schien es ihm, daß diese Gelegenheit eingetreten sei. Am anderen Tag, um die Mittagsstunde, legte er alle seine Ehrenzeichen und die Uhrkette an und begab sich ins Hotel »Japan«. Das Schicksal war ihm günstig. Als er das Zimmer des vornehmen Persers betrat, war jener allein und unbeschäftigt. Rachat-Chelam, ein riesengroßer Asiate mit einer langen Schnepfennase und hervorstehenden Glotzaugen, saß, einen Fez auf dem Kopfe, auf dem Fußboden und wühlte in seinem Koffer. »Entschuldigen Sie gütigst die Belästigung«, begann Kuzyn mit einem Lächeln. »Habe die Ehre, mich vorzustellen: erblicher Ehrenbürger und Ritter verschiedener Orden, Stepan Iwanowitsch Kuzyn, der Bürgermeister dieser Stadt. Ich halte es für meine Pflicht, in Ihrer Person den Vertreter einer uns sozusagen freundnachbarlichen Großmacht zu begrüßen.« Der Perser wandte sich um und murmelte etwas in einem sehr schlechten Französisch, das wie Klopfen von Holz gegen Holz klang. »Die Grenzen Persiens«, fuhr Kuzyn in seiner vorher zurechtgelegten Ansprache fort, »berühren eng die Grenzen unseres ausgedehnten Vaterlandes, und die gegenseitigen Sympathien bewegen mich daher, Ihnen unsere Solidarität auszusprechen.« Der vornehme Perser erhob sich und murmelte wieder etwas, in seiner hölzernen Sprache. Kuzyn, der keine fremden Sprachen beherrschte, schüttelte den Kopf, um ihm zu bedeuten, daß er nichts verstehe. -- Wie soll ich mit ihm reden? -- dachte er sich. -- Es wäre gut, einen Dolmetscher kommen zu lassen, aber es ist eine heikle Angelegenheit, und vor Zeugen kann ich darüber nicht gut sprechen. Der Dolmetscher wird es in der ganzen Stadt ausposaunen. -- Und Kuzyn fing an, alle Fremdworte zusammenzukramen, die er aus den Zeitungen wußte. »Ich bin Stadthaupt ...« stammelte er. »Das heißt, Lord-Maire ... Municipalé ... Wui? Komprené?« Er wollte durch Worte und Mienenspiel seine gesellschaftliche Stellung erklären und wußte nicht, wie es zu machen. Zur Hilfe kam ihm das Bild mit der Unterschrift »Stadt Venedig«, das an der Wand hing. Er zeigte mit dem Finger auf die Stadt und dann auf seinen Kopf und glaubte auf diese Weise den Satz »Ich bin das Stadthaupt« ausgedrückt zu haben. Der Perser verstand absolut nichts, lächelte aber und sagte: »Bon, monsieur ... bon ...« Eine halbe Stunde später klopfte das Stadthaupt den Perser bald aufs Knie, bald auf die Schulter und sprach: »Komprené? Wui? Als Lord-Maire und Municipalé ... schlage ich Ihnen vor, eine kleine Promenade zu machen ... Komprené? Promenade ...« Kuzyn wandte sich wieder der Ansicht Venedigs zu und stellte mittelst zweier Finger ein Paar schreitende Beine dar. Rachat-Chelam, der keinen Blick von seinen Medaillen wandte und offenbar ahnte, daß er die wichtigste Person der Stadt vor sich habe, begriff das Wort »Promenade« und grinste höflich. Dann zogen die beiden ihre Mäntel an und verließen das Zimmer. Unten vor der Tür zum Restaurant »Japan« sagte sich Kuzyn, daß es gar nicht schaden würde, den Perser zu bewirten. Er blieb stehen, zeigte auf die Tische und sagte: »Nach russischer Sitte, es wäre nicht schlecht ... Ich meine: Purée, entre-côte ... Champagne usw. ... Komprené?« Der vornehme Gast kapierte es, und eine Weile später saßen die beiden im besten Extrazimmer des Restaurants, tranken Sekt und aßen. »Wollen wir auf das Gedeihen Persiens trinken!« sagte Kuzyn. »Wir Russen lieben die Perser. Wir sind zwar verschiedenen Glaubens, aber die gemeinsamen Interessen, sozusagen die gegenseitigen Sympathien ... der Fortschritt ... die asiatischen Märkte ... sozusagen die friedlichen Eroberungen ...« Der vornehme Perser aß mit großem Appetit. Er bohrte seine Gabel in einen Störrücken, nickte mit dem Kopf und sagte: »Gut! Bien!« »Gefällt das Ihnen?« fragte das Stadthaupt erfreut. »Bien? Wunderschön!« Dann wandte er sich an den Kellner und sagte: »Luka, laß seiner Exzellenz zwei Störrücken aufs Zimmer bringen, von den besten!«...

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If you love big, immersive novels that feel like stepping into another world, this is your next read. Benito Pérez Galdós is often called Spain's Dickens, and here he paints a breathtaking picture of Madrid in the 1870s.

The Story

Juanito Santa Cruz is a rich, spoiled young man. He marries his sweet, proper cousin Jacinta. But he can't stay away from Fortunata, a beautiful and strong-willed woman from the city's lower classes. The book follows these two 'married women'—one by law, the other by fate—as their lives become painfully intertwined. It's not just about a cheating husband. It's about how Jacinta's desperate desire for a child clashes with Fortunata's fierce struggle for dignity and a place in a society that looks down on her.

Why You Should Read It

This book grabbed me because the characters are so real. You'll get frustrated with Juanito, ache for Jacinta's loneliness, and root for Fortunata even when she makes terrible choices. Galdós doesn't judge them. He shows how their choices are hemmed in by money, family name, and rigid social rules. The city of Madrid itself is a main character, buzzing with life from fancy parlors to chaotic markets.

Final Verdict

Perfect for readers who love classic stories with deep, flawed characters and a strong sense of place. If you enjoyed the social drama of 'Madame Bovary' or the vivid city life in Dickens, you'll fall into this world. It's a long book, but it moves quickly because you become so invested in these women's fights—for love, respect, and a life they can call their own.



📜 Free to Use

This historical work is free of copyright protections. It is available for public use and education.

Jennifer Ramirez
11 months ago

Based on the summary, I decided to read it and it challenges the reader's perspective in an intellectual way. A valuable addition to my collection.

Susan Garcia
9 months ago

This is one of those stories where the character development leaves a lasting impact. Definitely a 5-star read.

Daniel Lee
3 months ago

Simply put, the storytelling feels authentic and emotionally grounded. I would gladly recommend this title.

4.5
4.5 out of 5 (18 User reviews )

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