Reise eines Erdbewohners in den Mars by Carl Ignaz Geiger

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By Ashley Gutierrez Posted on Dec 11, 2025
In Category - Environment
Geiger, Carl Ignaz, 1756-1791 Geiger, Carl Ignaz, 1756-1791
German
Okay, hear me out. A guy in 1784 gets knocked out and wakes up on Mars. But this isn't your modern sci-fi—it's a wild, 18th-century trip where the 'Martians' are basically super-advanced humans who have everything figured out. The main character, our Earthling, has to explain why our world is such a mess of wars, inequality, and bad governments. The real conflict isn't lasers or aliens; it's the absolute embarrassment of trying to justify human history to a society that seems to have solved it all. It's funny, awkward, and will make you look at our own world sideways.
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moralisch, politisch, geographisch, historisch, statistisch &c. &c. gesagt worden wäre. Da nun aber die größte Schwierigkeit, die, wie man bisher glaubte, die Reise nach einem fremden Planeten unmöglich macht, darin besteht, daß wir, aus Mangel an Luft, uns nicht ausser unserer Athmosphäre empor schwingen können: so hatt' ich, mit Hülfe meiner Gelehrten, Mittel erfunden, wodurch das Schiff mit einem solchen Vorrathe von Luft versehen werden konnte, daß wir damit gar leichtlich in den oberen Regionen auszureichen im Stande waren. Wie dieß geschah -- und wie überhaupt das Schiff, das ich dazu errichten ließ, gebaut war: hievon werd' ich noch einen besonderen Abriß, samt der weitläufigen Beschreibung, veranstalten; um nicht, wie irgend ein teutscher Reisebeschreiber, durch die Beschreibung meines Fahrzeuges, beinahe den halben Raum meines Buches auszufüllen. Da ich irgendwo gelesen hatte, daß ein gar gelehrter Mann in Preussen hinten an seinen Reisewagen einen Meilenmesser hatte anbringen lassen, so ließ ich nicht minder so ein Ding an den Schwanz meines Luftschiffes befestigen: und nachdem mir ein großer Astrologe die ^Videnda^ im Monde und in der Venus in meine Schreibtafel notirt hatte, so trat ich mit meinem ältesten Sohne, einem Paare geschickter Naturkundiger -- die hier die Luftsteuermänner waren -- und einigen Ruderknechten, im Zutrauen auf Gott, mutig und getrost meine Reise an; eine Reise, die dem Publikum vielleicht unglaublich scheinen dürfte, weil sie ihm noch unbekannt seyn wird; welches aber davon kömmt: daß wir in meinem Welttheile weniger öffentliche Neuigkeitstrompeter, als in Europa, haben, und ich nicht vor der Zeit ein Geschrei davon -- wie die Europäer von ihrem Luftballen -- mit vollen Pausbacken in die Welt erheben wollte. Wir waren, nach unserm Meilenmesser, etwa eine teutsche Meile weit über die Oberfläche der Erde empor gekommen, als unsere Steuermänner, von unserem Luftvorrathe Gebrauch zu machen, für nöthig fanden: welches sie auch mit so viel Vorsicht und Geschicklichkeit thaten, daß wir die Verschiedenheit der Sphäre, worin wir schwebten, kaum empfanden, und daß unser Schiff mit einer bewundernswürdigen Schnelligkeit stäts weiter und weiter sich himmelan hob. Zum Unglücke zerbrach durch das Versehen eines unserer Ruderknechte der Meilenmesser; und ich kann daher die geometrische Länge des Raumes, den wir durchschifften, unmöglich bestimmen. Nur so viel weis ich noch, daß unsern Steuermännern bereits wegen des Luftvorraths bange zu werden anfing: als wir bemerkten, daß sich uns ein neuer Luftkreis öfnete, der den Vorrath der Unsrigen unnöthig machte. Bald darauf schrien unsere Leute: Land! Land! und wir wurden mit Erstaunen eine Art von Terrain, wie dieses auf unserm Planeten gewahr, das sich immer weiter und weiter ausdehnte, und uns endlich rings umgab. Mit einem Worte: wir befanden uns -- im Mars! Wir sahen itzt Wälder und Flüsse und Berge und Städte. Aber die letzteren waren sehr verschieden von den Unsrigen. Die Häuser waren nicht von Stein, sondern von einer weit leichteren, aber eben so festen Masse erbaut, die der dasige Boden, wie der Unsrige die Steine, hervorbringt. Was uns dabei von ferne am meisten frappirte, war, daß wir verschiedene Häuser sich von der Stelle bewegen, und ziemlich geschwinde fortwandeln sahen. Es hat damit folgende Beschaffenheit: Die Häuser sind klein, niedrig, selten höher als ein Stockwerk, länger als breit, und alle auf einer Art von Walzen so künstlich gebaut, daß man sie besonders auf einem Boden, wie dieser, der gar nicht steinigt und sehr flach ist -- leichtlich von einem Orte zum andern bewegen kann. Daher dann die Vornehmern öfters in ihren Häusern nicht allein spatzieren fahren, sondern auch wohl gar kleine Reisen machen, wozu man dort eine Art von Thieren gebraucht, die unsern Kamelen viel gleichen, ausgenommen, daß sie nicht den hohen Rücken derselben haben. Diesen...

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Published in 1784, this book is a fascinating early example of the "planetary voyage." The story is straightforward: after a sudden accident, our unnamed narrator finds himself transported to Mars. There, he discovers a civilization that mirrors humanity in form but has achieved a kind of utopian perfection. They live in peace, have a fair social system, and their science has unlocked secrets of nature. The plot is really just a long, detailed conversation where the Martian philosophers question him relentlessly about life on Earth.

The Story

The narrator acts as a tour guide for a failed planet. He has to describe Earth's constant wars, its stark gap between rich and poor, its corrupt rulers, and our flawed legal systems. The Martians are baffled and often horrified. They can't understand why we choose to live this way when better options seem so obvious. The entire book is this cosmic culture clash, with our hero stuck in the middle, defending the indefensible.

Why You Should Read It

What's brilliant is that Geiger isn't really writing about Mars. He's holding up a mirror to 18th-century Europe. By having "perfect" Martians critique Earth, he gets to slam the politics and social problems of his own time without getting thrown in jail. It's sharp, satirical, and surprisingly readable. You're not following a typical adventure; you're sitting in on the most intense, humbling job interview of all time, where the candidate is the entire human race.

Final Verdict

This is a hidden gem for anyone who loves classic science fiction, social satire, or intellectual history. It's perfect for readers who enjoy early thought experiments like Gulliver's Travels and want to see where modern sci-fi got some of its ideas. Don't expect space battles or alien monsters. Come for the premise of an interplanetary visitor, but stay for the painfully funny and insightful roast of human civilization.



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This text is dedicated to the public domain. It is now common property for all to enjoy.

David Jones
1 year ago

Honestly, the character development leaves a lasting impact. Truly inspiring.

Anthony Hill
2 years ago

Amazing book.

Jackson Lee
5 months ago

Beautifully written.

Richard Anderson
1 year ago

I had low expectations initially, however it provides a comprehensive overview perfect for everyone. This story will stay with me.

Joshua Wright
1 year ago

Having read this twice, the flow of the text seems very fluid. Highly recommended.

4.5
4.5 out of 5 (15 User reviews )

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