Von Wundern und Tieren: Neue naturwissenschaftliche Plaudereien by Wilhelm Bölsche

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By Ashley Gutierrez Posted on Jan 2, 2026
In Category - Environment
Bölsche, Wilhelm, 1861-1939 Bölsche, Wilhelm, 1861-1939
German
Ever wonder what German scientists were chatting about over coffee in the 1890s? Wilhelm Bölsche’s 'Von Wundern und Tieren' is like finding a time capsule of those conversations. This isn’t a stuffy textbook. It’s a collection of short, lively essays where Bölsche tries to explain the latest scientific discoveries about the natural world—from animal behavior to the physics of a soap bubble—to everyday people. The real charm is watching him wrestle with the big questions of his era, making the 'miracles' of science feel both wondrous and understandable. It’s a delightful peek into a moment when public science writing was just being born.
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Humboldts verglichen werden, die heute mit Recht für klassisch gelten. Höchstens, daß man eben an ihnen sehen kann, wie leicht es uns heute gemacht ist, von der Natur zu erzählen, nachdem solche Vorbilder uns den Weg gewiesen haben. Aber mein Büchlein fällt äußerlich in eine ähnliche Zeit. Wieder ist der Himmel blutesrot, und noch ganz anders als damals ringen wir um das Wurzelrecht und Kronenrecht unseres Volksbaumes. Fast ist die Stunde zu groß sogar für das Eingeständnis der Sehnsucht im bedrängten Gemüt. Dennoch meine ich, es trifft etwas zu, das wohl auch Humboldt meinte. Selbst im furchtbarsten eigenen Kampfe hat der Blick auf die große unerschütterliche Ewigkeitslinie der Natur eine beruhigende Macht. Gewiß, daß kein größeres Wunder ist als der Mensch selbst. Aber wenn aus diesem Wunder so die dämonischen Züge glühen wie heute, so sucht der Gedanke das Rätsel der Natur, das uralte, -- und er fühlt in ihm die starke Hand, die, wie du sie nun nennen magst, zuletzt doch auch allen Dämon wieder zurückzwingt zu der Ackerscholle und dem Pfluge heilig stillen Werdens auf immer bessere Fernen zu. Um das zu erkennen und sich zu sagen auch in solcher Sturmesstunde, kann kein Bild und Wunder zu klein sein, und wäre es auch nur das Summen einer Mücke oder das leise Geigen des Heimchens hinter dem Herd daheim, für dessen Friedensflamme unsere Helden draußen streiten. * * * * * Die meisten Blätter des kleinen Bilderbuchs, die ich hier vereine und die eine unmittelbare Fortsetzung meiner »Stunden im All« bilden, lagen bereits bei Ausbruch des Weltkrieges gedruckt vor. Nur in den letzten wird man leise das Gewitter vom düstern Horizont rollen hören. Zu der Scherzstelle vom Regenwurm sei hier noch nachgetragen, daß dieser merkwürdige Geselle gleich mehreren andern Tieren, deren Genuß dadurch vorübergehend beeinträchtigt wird, gewisse Zeiten im Leben zu haben scheint, wo er einigermaßen giftig wirken könnte. _Friedrichshagen_, 1. November 1915 Wilhelm Bölsche Eine Räubergeschichte aus dem Termitenbau Der Mensch mit seinen sonnenhaften Augen ist von Natur ein geborenes Lichtgeschöpf. Dennoch hat ihn seine Kultur vielfältig genötigt, im Finstern zu hantieren, lange hat er in Höhlen hausen müssen, und nachher ersetzten die Höhle die düsteren Gänge und Verliese enger Burgen, die Korridore und Treppen finsterer Schlösser und Häuser. Selbst unsere höchste Technik von heute muß noch im Bergwerk graben, muß Tunnels bohren. Die Phantasie hat das aber immer mit einem gewissen Grauen empfunden. Aus den schwarzen Schlünden krochen ihr Drachen und Scheusale aller Art ungesehen auf den Eindringling los; in jedem Bergwerk läßt die Sage gespenstische Bergmönche und schwarze Männer umgehen, die den armen Grubenleuten den Hals umdrehen, und im alten Schloßkorridor spukt die weiße Frau. Wo die Dinge aber real bleiben, da bleibt mindestens doch die unheimliche Romantik der »Räuberhöhle« als fester Begriff. Und doch besaßen wir seit alters wenigstens die Gabe, künstliches Licht da unten mit hineinzuführen. Was würden Wahrheit und Dichtung erst für Grauen geschaffen haben, wenn uns Menschen im ganzen das Los für unser Gesellschaftsleben getroffen hätte, das einem anderen, kleineren, ebenfalls überaus geselligen und tatkräftigen Geschöpf unseres Planeten zugefallen ist -- das Los: in den Ländern der hellsten, glühendsten Sonne doch fast sein ganzes unsagbar verwickeltes, millionenköpfiges Staatsleben, fast alle Wunder seines patriarchenhaft gesegneten Liebeslebens in künstlich hergestellten finsteren, von keinerlei Kunstlicht erhellten Schachtgängen auszuleben, ja da drinnen selbst das zu treiben, was das Untrennbarste scheint von Sonne und Licht: seinen ganzen Ackerbau ... Zu den Charaktergebilden tropischer Sonnenlandschaft gehören mitten zwischen der üppigsten sonnenfrohen Vegetation gewisse künstliche Hügel, manchmal bis sieben Meter hoch, steinhart, durchweg von außen abgeschlossen gegen diese Sonnenwelt wie mit solidesten Klostermauern, die finstere Verborgenheit des Innern zu...

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First off, this isn't a novel with a plot. Think of it as a series of friendly, one-sided chats with a deeply curious man. Wilhelm Bölsche sits you down and walks you through the scientific wonders that were blowing minds at the turn of the 20th century. He talks about why animals behave the way they do, what the stars are really made of, and how plants manage to survive. Each chapter is a self-contained exploration, written with the excitement of someone who just read the latest journal and can't wait to tell you all about it.

Why You Should Read It

I loved this book for its sheer enthusiasm. Bölsche isn't trying to show off how smart he is. He's genuinely trying to build a bridge between the lab and the living room. Reading it, you get a real sense of the optimism of that age—a feeling that science could explain everything, and that explanation would only make the world more amazing, not less. His writing is clear and often funny, filled with little observations that make complex ideas stick.

Final Verdict

This is a perfect little book for curious minds who enjoy history or science. If you like the idea of Cosmos but set in 1900, you'll feel right at home. It's also a great pick for writers, as it's a masterclass in making complicated topics engaging without dumbing them down. Just be ready for a few outdated facts—that's part of the fun, seeing how far we've come.



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Jennifer Lee
1 year ago

After finishing this book, it creates a vivid world that you simply do not want to leave. This story will stay with me.

Karen Smith
1 year ago

After finishing this book, it challenges the reader's perspective in an intellectual way. Don't hesitate to start reading.

Melissa Gonzalez
1 year ago

Finally found time to read this!

Patricia Robinson
7 months ago

Great reference material for my coursework.

4.5
4.5 out of 5 (24 User reviews )

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