Der Weltuntergang: Eine Phantasie aus dem Jahre 1900 by Vinzenz Chiavacci

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By Ashley Gutierrez Posted on Dec 11, 2025
In Category - Wildlife
Chiavacci, Vinzenz, 1848?-1916 Chiavacci, Vinzenz, 1848?-1916
German
Ever wonder what people in 1900 thought the end of the world would look like? Forget asteroids or zombies. This forgotten Austrian satire, written just as the 20th century dawned, imagines society collapsing because... well, people just stop being polite. It's a hilarious and eerily familiar comedy of manners about the end of days, where the apocalypse starts with someone forgetting to say 'good morning.' It's weird, witty, and asks a question that still haunts us: what really holds our world together?
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Heitere und ernste Bilder aus dem Volksleben der Kaiserstadt. Oktav. -- Geheftet M. 3.60, elegant gebunden M. 4.80. Wiener Typen. Humoristische Bilder aus dem Wiener Leben. Oktav. -- Geheftet M. 3.60, elegant gebunden M. 4.80. Eine die's versteht. Lokal-politische Standreden der Frau Sopherl vom Naschmarkt. Oktav. -- Geheftet M. 2.--, elegant gebunden M. 3.-- Der Weltuntergang. Eine Phantasie aus dem Jahre 1900 von Vincenz Chiavacci. Illustriert von Emil Ranzenhofer. Stuttgart. Verlag von Adolf Bonz & Comp. 1897. Druck von A. Bonz' Erben in Stuttgart. Inhalt. Seite I. Die Revolution am Firmament 1 II. Die Zeichen mehren sich 12 III. Das Tagebuch 21 IV. Das Delirium der Erde 62 V. Das große Nichts 84 I. Die Revolution am Firmament. Es war im Spätsommer des Jahres 1899. Als ob das sterbende Jahrhundert allen übrigen noch in letzter Stunde den Rang ablaufen wollte, hatten sich die Ereignisse in den Neunziger-Jahren in fieberhafter Hast gejagt. Das Flugproblem war endgültig gelöst. Die Beförderungsweise war zwar noch etwas kostspielig; dennoch unternahm man schon waghalsige Expeditionen und plante sogar einen Entdeckungsflug nach dem Nordpol. Fast mehr noch als die überraschenden Erfolge auf dem Gebiete der technischen Wissenschaften wurde die Menschheit von den Fragen der politischen und socialen Gesellschaftsordnung in Atem gehalten. Seit Monaten schwebte schon das Damoclesschwert eines aller Voraussicht spottenden, in seinen verheerenden Wirkungen unabsehbaren Weltkrieges über der Menschheit. Die europäischen Großmächte hatten die Steuerkräfte der Völker auf's höchste angespannt, um die ungeheuerlichen Summen aufzubringen, welche die Heeresausrüstungen verschlangen. Auch auf diesem Gebiete brachte fast jeder Tag neue Entdeckungen. Die Heeresausrüstungen der einzelnen Staaten waren in ewiger Umwandlung begriffen. Mit Eifersucht wachte ein Staat über den anderen, in der Schlagfertigkeit seiner Armee nicht überholt zu werden, und die Parlamente hatten schon längst das Murren über die fabelhaften Geldopfer verlernt. Mit fatalistischem Gleichmut votierten sie immer neue Millionen für neuartige Kaliber, für widerstandsfähigere Panzer, für rasantere Projektile. Wagte sich je eine schüchterne Einwendung hervor, so genügte ein Hinweis auf die furchtbare Verantwortung, dem Vaterland die Mittel für den Entscheidungskampf versagt zu haben, um den Zweifler verstummen zu machen. Während so Millionen von arbeitstüchtigen Männern unter den Waffen standen, gährte es in der großen Masse des Volkes. Die aberwitzigsten Umsturzprobleme wurden offen und im geheimen als das einzige Heil der gehetzten Menschheit erklärt und fanden Tausende von fanatischen Bekennern. Schon längst hätten die Regierungen diesem unerträglichen Zustand durch einen zwar furchtbar blutigen, doch für den Fall des Sieges erlösenden Krieg ein Ende gemacht. Aber was dann, wenn die decimierten Heeressäulen im eigenen Lande von den aufgehetzten, blutgierigen Massen als Verräter verfolgt, erdrückt, zerschmettert würden? Die Sache stand so: Die alliierten Mächte Österreich, Deutschland, Italien hatten an Rußland und Frankreich energische Noten abgesendet. Rußland hatte im mittelländischen Meere Flottenstationen errichtet und einen Handstreich auf Kandia unternommen. Frankreich hatte, zum großen Ärger Italiens, einen Teil von Tripolis annectiert. Drohende Noten flogen hinüber und herüber. Auf beiden Seiten wurde mobilisiert. Rumänien, Griechenland und die Türkei erklärten sich als Anhänger der Tripelallianz. In Russisch-Polen wuchs die Aufregung von Tag zu Tag. Die Grausamkeiten, welche die Russen zur Unterdrückung der Bewegung ausübten, beschleunigten den Entschluß der unglücklichen Nation, einen letzten blutigen Verzweiflungskampf zu wagen. England erklärte zwar, neutral zu bleiben, knüpfte aber daran gewisse Bedingungen, welche die Machtsphäre Rußlands im Mittelmeere beschränkten. Skandinavien war für den Dreibund; nur Dänemark liebäugelte mit Rußland und Frankreich. In Rußland hatten die neuerlichen nihilistischen Attentate eine despotische Polizeiherrschaft hervorgerufen, während in Frankreich Volk und Regierung immer mehr dem communistischen Staatswesen zusteuerten. Trotzdem wuchs die Begeisterung beider Nationen füreinander mit jedem Tage, der die Gefahr einer allgemeinen Conflagration näher erscheinen ließ. So standen die Mächte einander schon geraume...

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I stumbled upon this book purely by accident, and what a strange and wonderful accident it was. Published in 1900, it's a satirical fantasy from fin-de-siècle Vienna that feels like it could have been written yesterday.

The Story

The premise is simple but brilliant. One day, for no apparent reason, the basic rules of social decorum and politeness vanish from Vienna. People stop saying hello, refuse to hold doors, ignore queues, and abandon all consideration for their neighbors. What starts as widespread rudeness quickly snowballs into complete societal breakdown. Without these small, unspoken agreements, trust evaporates, commerce halts, and chaos reigns. It's not fire and brimstone; it's the quiet, grinding halt of civilization because people forgot how to be civil.

Why You Should Read It

This isn't a heavy, philosophical tome. It's a sharp, observant comedy that holds up a mirror. Chiavacci has a keen eye for the tiny social rituals that grease the wheels of our daily lives. Reading it, you'll catch yourself thinking about all the little 'thank yous' and nods that keep your own world running smoothly. The humor is dry and Viennese, finding the absurdity in apocalyptic panic. It's less about predicting the future and more about poking fun at the fragile absurdity of the present.

Final Verdict

Perfect for readers who enjoy historical curiosities, dry satire, or stories that explore big ideas through small, human actions. If you like the social observations of Jane Austen but wish she'd written about the end of the world, this is your book. It's a short, smart, and surprisingly timely reminder that sometimes, the most essential glue for society isn't technology or laws, but simple, everyday kindness.



🟢 Open Access

This digital edition is based on a public domain text. Distribute this work to help spread literacy.

Matthew Gonzalez
8 months ago

Based on the summary, I decided to read it and it provides a comprehensive overview perfect for everyone. Don't hesitate to start reading.

5
5 out of 5 (11 User reviews )

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